Heuwehrgerät
 

Heuwehrgerät

 
     
Indienststellung:   1973

 

   
Einsatzzweck:   Kühlen eines erhitzten Heu- bzw. Grumet-
stockes
     
Ausrüstung:   Gebläse; mehrere Sonden mit Schläuchen;
Temperatursonden
     
Anwendung:   War in der Vergangenheit das Abtragen eines erhitzten Heustockes ein ebenso mühseliges wie gefährliches Unterfangen, so wurde zwischenzeitlich, in Bayern ein Gerät entwickelt, das diese Arbeit entbehrlich macht, wenn es rechtzeitig eingesetzt wird. Mit dem Heuwehrgerät können erwärmte Erntegutstapel und Heuhaufen, die kurz vor einer Selbstentzündung stehen, abgekühlt werden, ohne dass Heu oder Stroh abgetragen werden und sicherheitshalber eine ganze Feuerwehr anrücken muss. Das Gerät arbeitet auf der Basis der Gebläseabkühlung und kann von einem damit vertrauten Feuerwehrmann und zwei Hilfskräften bedient werden. An ein leistungsstarkes 380-Volt-Drehstromgebläse, das sowohl auf Saugen als auch auf Blasen eingestellt werden kann, werden bis zu sechs je 2,80 Meter lange und 40 Millimeter starke Sonden angeschlossen und rund um den vorher ermittelten Erhitzungskern in den Heustapel eingeführt. Die Sonden sind mit zahlreichen Bohrungen versehen, durch die zunächst die brandgefährlichen Gase abgesaugt werden und später Kaltluft zur weiteren Abkühlung in den Heustock eingeblasen wird. Sonden und Druckschläuche sind mit genormten Cd Kupplungen versehen, so dass auch Feuerwehrschläuche angeschlossen werden können. So kann die Wehr notfalls die Glutnester von innen her ablöschen, die bereits im Stapel entstanden sind
     
     
Freiwillige Feuerwehr Forst - 1. Kommandant - Michael Kölbl
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